Daten-Dashboard · Thüringen

Hitze verstehen —
in fünf Perspektiven

Visualisierungen die zeigen, wie Hitze entsteht, wen sie trifft und was sie bedeutet — basierend auf offiziellen Daten.

DWD · Open-Meteo · GeoBasis-DE/BKG · Thüringer Landesamt für Statistik

01 — Hitzenächte-Zähler
Wenn die Nacht
keine Erholung bringt
Eine Tropennacht liegt vor, wenn die Temperatur nicht unter 20°C sinkt. Der Körper kann sich dann nicht regenerieren — besonders gefährlich für ältere Menschen und Erkrankte. Hitzenächte über 25°C verstärken diesen Effekt erheblich.
14
Tropennächte im Sommer 2024 bisher — 3× mehr als im Durchschnitt 1961–1990
Normale Nacht
Tropennacht ≥ 20°C
Hitzenacht ≥ 25°C
Extreme Nacht ≥ 28°C
02 — Hitzeinsel-Effekt
Die Stadt als
Wärmefalle
Versiegelte Flächen, fehlende Bäume und Abwärme aus Gebäuden machen Stadtzentren bis zu 8°C wärmer als das Umland. Dieser Hitzeinsel-Effekt trifft vor allem einkommensschwache Stadtteile ohne Grünflächen.
03 — Risikokarte
Hitze trifft
nicht alle gleich
Kombiniert man Temperaturdaten mit der Altersstruktur der Landkreise, zeigt sich: Wo Hitze auf einen hohen Anteil älterer Menschen trifft, entsteht echte Gesundheitsgefahr — unabhängig von der absoluten Temperatur.
23 %
der Thüringer sind über 65
4
Landkreise mit sehr hohem Risiko
Thüringen hat im Bundesvergleich einen der höchsten Anteile älterer Bevölkerung. Kombiniert mit den Hitzeentwicklungen der letzten Jahre ergibt sich eine strukturell erhöhte Vulnerabilität — besonders in ländlichen Kreisen mit wenig Infrastruktur.
Landkreis Temperatur Über 70-Jährige Risiko-Niveau Belastungsindex
04 — Historischer Vergleich
Wie außergewöhnlich
ist heute?
Der DWD stellt Klimadaten seit 1961 frei zur Verfügung. Für jeden Tag lässt sich zeigen, wie stark die aktuelle Temperatur vom historischen Mittelwert abweicht — und wie der Trend über Jahrzehnte verläuft.
Wärmer als Durchschnitt
Kälter als Durchschnitt
Klimatrend
Ø 1961–1990
05 — Kühlstellen
Wo man sich
abkühlen kann
Bei Hitzewarnung Stufe 2 und höher öffnen Kommunen in Thüringen öffentliche Gebäude als kostenlose Kühlräume. Bibliotheken, Museen und Kirchen bieten kühle Rückzugsorte — auch ohne Konsumzwang.